Wer hat an der Uhr gedreht? Uhrmacher – Ein Job für fingerfertige

Wie spät ist es? Anstatt auf ihr Handy zu gucken, schauen viele Leute inzwischen wieder bei der Frage nach der Uhrzeit, auf ihr Handgelenk. Ob vintage oder modern, mechanische Uhren liegen wieder voll im Trend. Gerade antike Uhren können schnell einmal kaputt gehen. Dann ist der Uhrmacher gefragt. Hierbei handelt es sich um ein traditonsreiches Gewerbe. Die Tätigkeit als Uhrmacher bietet viele spannende und abwechslungsreiche Aufgaben. Doch was beinhaltet eine Uhrmacher Stelle genau und wie komme ich dorthin?

Was macht der Uhrmacher?

Uhrmacher Stelle Reparatur Fingerspitzengefühl

Uhrmacher brauchen viel Fingerspitzengefühl (c) Jürgen Dackweiler / pixelio.de

Die Haupttätigkeit des Uhrmachers ist die Reparatur von großen und kleinen Uhrwerken. Wer sich auf eine Uhrmacher Stelle bewirbt, lernt ein traditionsreiches Handwerk kennen, muss sich jedoch auch auf neue Technologien einstellen. Durch die technologische Entwicklung, ergibt sich ein breites Spektrum an unterschiedlichen Uhren und damit einhergehend auch eine Vielfalt an verwendeten Werkstoffen. Viele bekannte Juweliere, wie das Juwelierhaus Wempe, bieten Jobs und Ausbildungsmöglichkeiten an. Uhrmacher müssen besonders sorgfältig vorgehen, da es sich bei vielen Uhren um kleine wertvolle Schätze handelt. So haben viele Uhren angesetzte Goldbänder und sind mit Diamanten und Perlen verziert.

Wenn Sie sich für eine Uhrmacher Stelle interessieren, dürfen Sie keine zwei linken Hände haben, da Sie teilweise mit klitzekleinen Werkzeugen arbeiten. Um ihr Objekt zu vergrößern liegt stets eine Lupe bereit, die Sie sich ins Auge klemmen können. Ein Sortiment kleiner Schraubendreher, Pinzetten, Ölautomat und Staubbläser gehören ebenfalls zur klassischen Ausstattung bei einer Uhrmacher Stelle.

Ausbildung zum Uhrmacher

Uhrmacher Stelle kleine Werkzeuge Feinmechanik

Uhrmacher arbeiten mit sehr kleinen Werkzeugen (c) Jürgen Dackweiler / pixelio.de

Wer sich für eine Uhrmacher Stelle bewerben will, muss zuvor eine betriebliche Ausbildung absolvieren. Als Uhrmacher braucht man vor allem viel Geduld und Fingerspitzengefühl. Dieses sind Voraussetzungen, die ein angehender Azubi mitbringen sollte. In der Regel dauert die praxisorientierte Ausbildung drei Jahre. Die Ausbildung kann in Betrieben des Uhrmacherhandwerks, zum Beispiel in Reparaturwerkstätten oder in Betrieben der Uhrenindustrie absolviert werden. Eine Ausbildung in einem bekannten und renommierten Juwelierhaus ist sehr begehrt.

In der Ausbildung lernt man unter anderem folgende Inhalte:

  • Batterien wechseln, Gehäuse reinigen
  • Uhrenreparatur von Klein- und Großuhren
  • Instandsetzen und Warten
  • Feinmechanik und Elektrotechnik
  • Herstellung von Maschinengravuren

Wo finde ich eine Uhrmacher Stelle?

Wenn Sie die Uhrmacher Ausbildung erfolgreich absolviert haben, können Sie sich auf die Suche nach einer Uhrmacher Stelle machen. Zum Berufsbild finden Sie beim Hamburger Abendblatt noch weitere interessante Informationen. Die Nachfrage nach Uhrmachern ist im Süden Deutschlands tendenziell größer als im Norden. Insgesamt ist der Bedarf an qualifizierten Fachkräften in der Branche aber sehr hoch. Insbesondere kleine Betriebe oder Familienunternehmen in der Juwelier- oder Uhrenbranche bieten häufig Uhrmacher Stellen an. Natürlich kann in den üblichen Jobbörsen online nach einer Uhrmacher Stelle gesucht werden. Es ist jedoch auch immer eine gute Idee, sich direkt auf der Website eines renommierten Juweliers, über Karrieremöglichkeiten zu informieren. Viele Juweliere bieten dort Uhrmacher Stellen an oder informieren über Ausbildungsmöglichkeiten.

Wer seine Ausbildung abgeschlossen hat, ist aber nicht darauf festgelegt, Stellenangebote ausschließlich nach einer Uhrmacher Stelle zu durchforsten. Es kommen auch zahlreiche weitere Jobmöglichkeiten in Frage. So sind Uhrmacher in vielen technischen Berufen gefragt, die mit Feinmechanik zu tun haben. Zum Beispiel überall wo elektronische Zähl- oder Registriergeräte hergestellt werden, vor allem in der Gas-, Strom- und Wasserwirtschaft.

Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten

Uhrmacher Stelle Luxus Uhren

Uhrmacher werden auch im Verkauf eingesetzt. (c) Karl-Heinz Liebisch / pixelio.de

Hat man erstmal eine Uhrmacher Stelle gefunden, kann man seine Kenntnisse und Fertigkeiten vertiefen und so nach einiger Zeit den Meistertitel erlangen. Zur Vorbereitung für die Meisterprüfung gibt es verschiedene Vorbereitungslehrgänge in Ausbildungszentren oder an Uhrmacherschulen. Ebenfalls kann man sich zum technischen Fachwirt oder zum Betriebsassistenten im Handwerk weiterbilden. Möchte man sein technisches Wissen in einem Studium noch vertiefen, kann man sich auch für ein Studium der Mikromechanik bewerben.

Bei vielen Uhrmacher Stellen gehört auch der Verkaufsprozess vor Ort zu den Tätigkeiten. Daher ist es auch nicht unüblich, wenn Uhrmacher eine Ausbildung im Einzelhandel nachweisen können. Gerade wenn man darüber nachdenkt, später ein Geschäft in der Juwelierbranche zu leiten oder sogar ein eigenes Unternehmen zu gründen, ist es sehr nützlich Erfahrungen in der Beratung und im Verkauf zu sammeln.

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