Drei Tipps für die stressfreie Kfz-Zulassung

Das Problem kennen wir alle: Kaum hat man sich ein neues Auto gekauft, schon graut es einen vor der bevorstehenden Bürokratie. Denn bevor ein Kraftfahrzeug im Straßenverkehr zum Einsatz kommen kann, benötigt es eine behördliche Kfz-Zulassung. Auch bei einem Kennzeichenwechsel, etwa beim Umzug in eine neue Stadt, bleibt einem der Amtsschimmel nicht erspart. Damit du dem Thema Zulassung zukünftig etwas gelassener entgegenblicken kannst, findest du hier drei wertvolle Tipps.

Erster Tipp: Gründliche Vorbereitung

In Deutschland werden die Kraftfahrzeug-Zulassungsbehörden als Teile der Landkreise, Gemeinden und Verbandsgemeinden verwaltet. Damit bleibt es nicht aus, dass es manchmal regionale Unterschiede bei der Kfz-Zulassung gibt. Informiere dich auf der Homepage deiner Stadt oder Gemeinde über die benötigten Unterlagen und stelle sie frühzeitig zusammen. In der Regel brauchst du für die Zulassung eines Neufahrzeuges folgende Dokumente:

  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Kfz Brief)
  • Elektronische Versicherungsbestätigung (eVB)
  • Personalausweis oder Reisepass
  • SEPA-Lastschriftmandat / Einzugsermächtigung für Kfz-Steuer
  • Vollmacht (bei Fremdanträgen)
  • Handelsregisterauszug oder Gewerbeanmeldung (bei Nutzung als Firmenfahrzeug)

Bei einer Ummeldung kommen folgende Dokumente hinzu:

  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Kfz Schein)
  • Bericht der letzten Hauptuntersuchung
  • Die Kfz-Kennzeichen
tipps zur kfz-zulassung

Die Kfz-Zulassung bei der Behörde kann viele Nerven kosten – muss sie dank unserer Tipps aber nicht!
(c) Deklofenak / iStockphoto.com

Apropos Kennzeichen: Möchtest du an deinem neuen Wagen ein Wunschkennzeichen führen, solltest du es vorab reservieren. Die Reservierung geschieht online und kostet rund 3 Euro – zusammen mit der Zuteilung deines Wunschkennzeichens betragen die Gebühren zirka 13 Euro. Wenn die Reservierung erfolgreich war, bestelle die Kennzeichen am besten im Internet: Sie sind dort ab 7 Euro pro Stück zu haben, während sie in Schilder-Shops vor Ort fast doppelt so teuer sein können.

Bevor du dich dann zur Behörde aufmachst, vereinbare im Voraus auf jeden Fall noch einen Termin. Die meisten Behörden bearbeiten eine Kfz-Zulassung nur noch nach Anmeldung – sonst schicken sie dich gleich wieder nach Hause.

Zweiter Tipp: Zulassungsservice beauftragen

Wer so gar keine Lust auf einen Behördenbesuch hat, oder wem dazu schlichtweg die Zeit fehlt, hat Glück: Zulassungsdienste wie Kroschke bieten seit einigen Jahren auch für Privatpersonen den Service an, alle mit der Kfz-Zulassung verbundenen Formalitäten zu übernehmen (das funktionierte einstmals nur für große Gewerbekunden). Der Zulassungsservice erspart dir den Gang zur Behörde und alle damit verbundenen Pflichten.

Und so funktioniert die Dienstleistung:

  1. Du bereitest den Zulassungsantrag inklusive Wunschkennzeichenreservierung online vor. (Das gilt natürlich nur, wenn du ein Wunschkennzeichen haben möchtest und die Antragsvorbereitung seitens der Behörde vorgesehen ist.) Nachdem du die Reservierungsbestätigung bekommen hast, kann’s weitergehen.
  2. Du stellst die benötigten Dokumente zusammen und sendest sie inklusive Vollmacht per Post an den Zulassungsdienst. Manche Anbieter holen die Unterlagen auch von Zuhause ab. Die Sicherheit des Unterlagentransports wird dir dabei garantiert.
  3. Am Vormittag des nächsten Werktags kümmert sich der Service um deine Kfz-Zulassung und erstellt gleichzeitig deine Kennzeichen. Danach startet dann auch sofort der Rücktransport.
  4. Meist am dritten Tag schon erhältst du vom Zulassungsservice deine Dokumente und deine Wunschkennzeichen zurück. Die gesamte Bürokratie ist dann erledigt – du brauchst nur noch deine Nummernschilder anzubringen und kannst losfahren!

Dritter Tipp: Stolpersteine bei der Kfz-Zulassung meiden

Trotz guter Vorbereitung gibt es noch einige Stolpersteine, die es dringend zu beachten gilt:

Falls dein Fahrzeug aus dem Ausland stammt, muss es die sogenannten COC-Papiere (Certificate of Conformity) vorweisen können. Sie zertifizieren das Fahrzeug als genehmigten Fahrzeugtypen im Rahmen der EU-Richtlinien. Hat das Fahrzeug kein COC, kannst du im Zuge eines Gutachtens eine Einzelbetriebserlaubnis erhalten.

Auch der konkrete Verwendungszweck des Fahrzeugs hat Auswirkungen auf die Kfz-Zulassung, die es zu beachten gilt: Möchtest du dein Auto etwa im Auftrag eines gemeinnützigen Vereins anmelden (und nur für diesen betreiben), kannst du eine Steuerbefreiung beantragen. Welche weiteren Fahrzeugzwecke eine Steuerbefreiung möglich machen, erfährst du im §3 des Kraftfahrzeugsteuergesetzes. Liegt dir diese vom Finanzamt vor, kann dir die Zulassungsbehörde ein „Grünes Kennzeichen“ zuweisen. Andere Sonderfälle sind etwa, wenn du ein historisches Fahrzeug – auch bekannt als Oldtimer – anmelden möchtest („H-Kennzeichen“), oder den Wagen nur zur gewerblichen Vorführung betreiben wirst („Rotes Händlerkennzeichen“).

Und ganz wichtig: Nimm viel Zeit und Gelassenheit mit, wenn du selbst zur Zulassungsbehörde gehst!

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